Mein Bibellexikon

Aaron

(„groß ist der Name“) Sohn von Amram und Jochebed, aus dem Stamm Levi, Bruder von Mose und Mirjam, Ehefrau Eliseba, vier Söhne

Aaron kann gut reden. Er wird von Gott zum Sprecher für Mose und zum ersten Obersten Priester berufen. Er geht mit Mose zum Pharao, fordert die Freilassung des Volkes Israel und hilft Mose beim Kampf gegen das Volk der Amalekiter. Er hilft den Israeliten aber auch, das goldene Kalb zu machen. Aaron stirbt auf dem Berg Hor. Wissenswert: Nach Aaron ist ein besonderer Segen benannt.

2 Mose 7; 2 Mose 17,8-16; 2 Mose 32,1-8; 4 Mose 6,22-27

Älteste

erfahrene Personen mit Verantwortung für eine Kirche/Gemeinde, auch Presbyter oder Bischöfe genannt

Meist ist es eine kleine Gruppe von Ältesten, die eine Kirche/Gemeinde leiten. Wenn schwierige Fragen auftauchen oder Streit entsteht, wird dies von den Ältesten geklärt. Älteste müssen deshalb nicht unbedingt alt sein, auf jeden Fall aber klug und weise.Finde heraus, wie viele Älteste Mose für das Volk Israel einsetzte.

5 Mose 31,9; 4 Mose 11,16; Apostelgeschichte 15,1-6; Apostelgeschichte 20,17.28; Titus 1,5-9

Berg Sinai

in einer Wüste mit gleichem Namen, ragt in das Rote Meer hinein, manchmal auch Berg Horeb genannt

Nachdem das Volk Israel aus Ägypten ausgezogen ist, durchquert es die Wüste Sinai. Die Israeliten sind auf dem Weg in das Land, das Gott ihnen versprochen hat. 40 Jahre verbringen sie auf der Wüstenwanderung und erleben immer wieder, wie Gott sie versorgt. Auf dem Berg Sinai bekommt Mose von Gott zwei Steintafeln, auf denen die Zehn Gebote stehen. Finde heraus, wie die Israeliten sich auf die Begegnung mit Gott vorbereiten sollten.

2 Mose 19,1–20,21; 5 Mose 1,6; Apostelgeschichte 7,30-38

Ewigkeit

Zeit ohne Anfang und Ende

Gott ist ewig. Er ist nicht an eine Lebenszeit gebunden wie die Menschen. Christen glauben, dass sie nach dem Ende ihres Lebens auf der Erde bei Gott und mit Gott für alle Zeit weiterleben können. Kannst du dir Ewigkeit vorstellen?

Johannes 4,1-14

Gericht

Ort, an dem ein Richter das Verhalten von Menschen beurteilt

Wenn Jesus auf diese Welt zurückkehrt, werden alle Menschen von Gott vor Gericht gestellt. Alle müssen ihm Rede und Antwort zu dem stehen, was sie in ihrem Leben gemacht oder angestellt haben. Jeder, der an Jesus glaubt, wird freigesprochen.

Wissenswert: Jesus wird 10.000 Jahre auf dieser Welt herrschen, bevor es zum Weltgericht kommt.

Matthäus 25,31-46; Apostelgeschichte 17,31; 2 Korinther 5,10; Römer 14,10; Offenbarung 20,6; Offenbarung 20,11-15

Gesetzbuch

die ersten fünf Bücher Mose, auch Thora genannt

Die fünf Bücher Mose enthalten nicht nur Berichte von der frühen Geschichte Gottes mit der Welt und besonders mit seinem Volk (von der Schöpfung bis Mose). Darin finden sich auch Regeln für das Zusammenleben der Israeliten untereinander und den Umgang mit Gott. Sie sind so wichtig, dass Eltern sie ihren Kindern unbedingt beibringen und die Priester sie dem Volk immer wieder erklären sollen. Als Josua die zwölf Stämme Israels in ihre Gebiete im Land Kanaan ziehen lässt, verpflichtet er sie, sich an das Gesetzbuch zu halten.

Finde heraus, was passieren sollte, wenn die Israeliten sich nicht an das Gesetzbuch hielten.

3 Mose 10,8-11; Josua 23,2-16

Glaube

vertrauensvolle Überzeugung

In der Umgangssprache bedeutet Glaube so viel wie Vermutung: „Ich glaube, dass wir morgen frei haben“. Der christliche Glaube ist dagegen nichts Unsicheres. In der Bibel wird er so erklärt: „Der Glaube ist ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge.“ Gott können wir nicht sehen. Trotzdem können wir überzeugt davon sein, dass es ihn gibt – und dass er so ist, wie er in der Bibel beschrieben wird. Doch der Glaube an Gott ist noch viel mehr, nämlich eine vertrauensvolle, freundschaftliche Beziehung. Ohne solch einen Glauben kann niemand vor Gott bestehen. „Glaube an Jesus, den Herrn, und du wirst gerettet werden“, sagt Paulus zum Gefängnisaufseher von Philippi. Das gilt für alle Menschen. Dieser Glaube kann nicht durch ein gutes Leben ersetzt werden, aber er wird sich in einem guten Leben ausdrücken. Aberglaube dagegen ist der Glaube, der sich nicht auf Gott bezieht, sondern auf andere Götter.

Wissenswert: In der Bibel gibt es ein Extrakapitel mit vielen Glaubensvorbildern.

Hebräer 11; Johannes 3,16; Johannes 20,24-29; Apostelgeschichte 16,25-34; Römer 3,28; Römer 10,17

Himmel

Raum über der Erde und Ort, an dem Gott ist

Die Bezeichnung Himmel kann zwei unterschiedliche Bereiche bezeichnen: Zum einen meint „Himmel“ den Raum, der sich über der Erde befindet. Das ist der Lebensraum für die Vögel oder der Ort, wo sich Sonne, Mond und Sterne befinden. Zum anderen bezeichnet „Himmel“ den Bereich, an dem Gott zu finden ist. Das Kommen von Jesus auf die Erde wird als „herabsteigen“ oder seine Rückkehr zu Gott als „Himmelfahrt“ beschrieben. Das heißt aber nicht, dass Gott nur im Himmel ist. Er hat alles geschaffen, also kann er auch überall sein. Aus Sicht des Menschen sind Gott und Himmel miteinander verbunden: Beides ist größer, höher und mächtiger. Aus diesem Grund ist Gott dort zu finden, gleiches gilt für seine Engel. Christen glauben, dass sie nach dem Leben auf der Erde bei Gott sind – ohne dass dieser Ort dort zu finden ist, wo die Wolken sind.

Finde heraus, was es im Himmel reichlich gibt.

5 Mose 4,39; Psalm 2,4; Matthäus 6,9; Jesaja 57,15; 1 Korinther 6,19; Galater 2,20

Jesus Christus

Info

Name: Jesus („Jahwe ist Retter“)

Weitere Bezeichnungen: Christus, Messias, Sohn Gottes, Menschensohn, Heiland, Immanuel, Opferlamm Gottes

Eltern: Gott und Maria

Stiefvater: Josef

Halbgeschwister: Jakobus, Josef, Simon, Judas und mindestens zwei Schwestern

Geburtsort: Betlehem

Sterbeort: Jerusalem

Nationalität: Israelit aus dem Stamm Juda

Arbeit: zunächst Zimmermann, später Prediger und Heiler

 

Das Leben von Jesus

  • Jesus ist mehr als ein Mensch. Vor seiner Geburt ist er bei Gott und ein Teil von Gott. Er wird ein Mensch, indem Gott Maria schwanger werden lässt. Jesus hat also keinen Menschen als Vater. Marias Ehemann Josef ist nur sein Stiefvater (Johannes 1,1-3; Kolosser 1,15-17; Lukas 1,26-33; Matthäus 1,18-25).
  • Als er noch ein Baby ist, versucht König Herodes ihn umzubringen. Maria und Josef fliehen mit Jesus nach Ägypten. Dort leben sie wenige Jahre, bis die Gefahr vor-über ist. Dann kehren sie zurück nach Israel und leben in Nazaret (Matthäus 2,13-23).
  • Mit zwölf Jahren reist Jesus mit seinen Eltern zum Passa fest nach Jerusalem. Dort fällt er den Schriftgelehrten durch sein erstaunliches Wissen auf (Lukas 2,41-52).
  • Als er etwa dreißig Jahre alt ist, beginnt er für rund drei Jahre durch Israel zu reisen. Er lehrt die Menschen, wie Gott sich ihr Leben vorstellt, und fordert sie auf, auch ihm als dem Sohn Gottes zu vertrauen. Um zu „beweisen“, dass er wirklich von Gott gesandt ist, tut er viele Wunder (Matthäus 4,12-17; Markus 2,1-12).
  • Begleitet wird er von etlichen Männern und Frauen, von denen zwölf Jünger eine besonders enge Beziehung zu ihm haben (Markus 1,16-20).
  • Ständig bekommt er Streit mit den Schriftgelehrten, die ihn für einen Gotteslästerer halten und ihn am liebsten tot sehen möchten (Markus 3,1-6).
  • Er stirbt am Kreuz für die Sünden der Menschen und steht am dritten Tag von den Toten auf (Matthäus 27,1-28,20).
  • Vierzig Tage nach seiner Auferstehung kehrt Jesus zu seinem Vater in die unsichtbare Welt zurück. Dort sitzt er an der rechten Seite Gottes auf dem himmlischen Thron. Irgendwann wird er mit seinen Engeln in großer Herrlichkeit wiederkommen (Lukas 24,50-53; Apostelgeschichte 1,9-11; Matthäus 24,29-31; Matthäus 25,31-46).

Wissenswert: „Christus“ ist nicht der Nachname von Jesus, sondern bedeutet so viel wie „König“

Johannes der Täufer

Info

Name: Johannes („der Herr ist gnädig“)

Namenszusatz: „der Täufer“

Eltern: Zacharias und Elisabet, eine Verwandte Marias, der Mutter von Jesus

Geburtsort: eine Stadt in Juda

Sterbeort: Hinrichtung in einem Gefängnis, das vermutlich in der Gegend vom Toten Meer lag

Arbeit: Prediger

Das Leben von Johannes

  • Noch bevor Johannes geboren ist, erscheint der Engel Gabriel Zacharias, dem Vater von Johannes. Er verkündet ihm, dass Johannes einmal große Dinge vollbringen und von Geburt an mit dem Heiligen Geist erfüllt sein wird (Lukas 1,5-25). Über die Kindheit und Jugend von Johannes ist leider nichts bekannt. Erst im Alter von etwa 34 Jahren tritt er dann wieder in Erscheinung.
  • Johannes lebt und verkündet in der Wüste. Viele Menschen strömen zu ihm, um ihn zu hören. Manche folgen ihm als Jünger. Er fordert alle dazu auf, ihr Leben zu än-dern. Als Zeichen dafür sollen sie sich taufen lassen. Mit dem, was er tut, möchte er darauf hinweisen: „Nach mir kommt einer, der ist viel mächtiger als ich“ (Markus 1,3-8).
  • Auch Jesus lässt sich von Johannes taufen (Matthäus 3,13-17). Dabei kommt der Heilige Geist wie eine Taube vom Himmel herab und eine Stimme sagt: „Dies ist mein Sohn, ihn habe ich lieb, an ihm habe ich Freude“ (Matthäus 3,17).
  • Das Leben von Johannes endet tragisch: König Herodes Antipas heiratet die Frau seines Bruders Philippus. Johannes weist ihn öffentlich zurecht und erinnert ihn daran, dass das verboten ist. Herodes und seiner neuen Frau Herodias gefällt das gar nicht. Herodes lässt Johannes deshalb ins Gefängnis werfen (Matthäus 14,3-5). An Herodes Geburtstag tanzt Salome für ihn. Sie ist die Tochter von Herodias. Er ist so fasziniert davon, dass er ihr verspricht, ihr einen Wunsch zu erfüllen. Angestachelt von der Mutter fordert sie den Kopf von Johannes. Herodes ist entsetzt, lässt ihn aber trotzdem im Gefängnis hinrichten (Matthäus 14,6-12).

Finde heraus, welche Kleidung Johannes trug und wovon er sich ernährte, als er in der Wüste lebte.

Matthäus 3,4; Lukas 1,80

Josua

Info

Name: Hoschea, später Josua („Gott hilft“)

Eltern: Der Vater heißt Nun, der Name der Mutter ist unbekannt

Geburtsort: Ägypten, zu der Zeit, als die Nachkommen von Jakob dort Sklavenarbeit leisten

Sterbeort: Timnat-Serach, im Bergland vom Stammesgebiet Efraïm

Nationalität: Israelit aus dem Stamm Levi

Arbeit: Helfer von Mose, später sein Nachfolger als Anführer der Israeliten

 

Das Leben von Josua

  • Nach dem Auszug aus Ägypten führt Josua die Männer im Kampf gegen die Krieger aus Amalek an und siegt mit Gottes Hilfe (2 Mose 17,9-13). Später bewacht Josua das Heilige Zelt Gottes im Lager des Volkes Israel (2 Mose 33,11).
  • Josua ist einer der beiden Kundschafter, die begeistert und voller Vertrauen auf Gott aus dem Land Kanaan zurückkommen. Die anderen zehn Männer raten davon ab, das Land zu erobern (4 Mose 14,6-10). Josua und Kaleb überleben die 40-jährige Wüstenwanderung als Belohnung für ihre Treue und das Vertrauen zu Gott
  • Mose legt Josua die Hände auf und bestimmt ihn zu seinem Nachfolger. Das Volk gehorcht von nun an ihm (5 Mose 34,9). Gott verspricht Josua seine Unterstützung und fordert ihn mehrmals auf: „Sei mutig und entschlossen!“ (Josua 1,1-9).
  • Josua erobert das Land Kanaan mit Gottes Hilfe (Josua 6,1-21). Er verteilt das Land an die Menschen der zwölf Stämme Israels. Josua erinnert das Volk an das Gute, das Gott ihnen getan hat. Er fordert sie auf, Gott auch weiterhin zu vertrauen und ihm zu dienen (Josua 24,1-28).
  • Josua ist 110 Jahre alt, als er stirbt (Josua 24,29).˜ Wissenswert: Die Namen „Josua“ und „Jesus“ haben die gleiche Bedeutung: „Gott ist die Rettung!“ oder auch „Gott hilft!“

Klage

Ausdruck von Trauer und Schmerz

In orientalischen Ländern ist es üblich, dass die Menschen bei Unglück oder bei Tod eines Angehörigen ihre Gefühle laut zeigen. Es gibt sogar sogenannte Klagebräuche. Die Klagenden hoffen, dass sich Unglück durch Klagen noch abwenden lässt. Wenn Menschen Gott ihr Leid klagen, kann er trösten und neue Hoffnung geben.

Wissenswert: Das Wort „Karfreitag“ wird vom althochdeutschen Kara abgeleitet. Kara bedeutet Klage, Kummer, Trauer.

1 Mose 50,10-11; Ijob 10,1; Psalm 64

Kreuz

Gerät zur Hinrichtung

Ein Kreuz besteht aus einem Längs- und einem Querbalken, die miteinander verbunden werden. Der zum Tode Verurteilte bekommt den Querbalken auf die Schultern gebunden und muss ihn zur Hinrichtungsstätte tragen. Dort angekommen wird der Querbalken an dem Längsbalken angebracht. Der Verurteilte wird dann an das Kreuz angebunden oder angenagelt, anschließend wird es aufgerichtet. Da Jesus auf diese Weise hingerichtet wird, wird das Kreuz zum Symbol für den christlichen Glauben.

Wissenswert: Die Verurteilten bekamen bei der Kreuzigung manchmal ein betäubendes Getränk.

Markus 15,21-23; Johannes 19,17-18

Licht

Gegenteil von Finsternis, meint in der Bibel mehr als Helligkeit

Licht ist das Erste, was Gott schafft. Licht und Leben gehören zusammen. Licht steht auch für Gottes gute Lebensordnung und Gerechtigkeit. Menschen können sich an diesem Licht orientieren. Dem Licht entgegen steht die Finsternis. Mit Jesus kommt Gottes Licht zu allen Menschen. Er ist das Licht in der Welt. Die Menschen können an ihm entdecken, wie Gott wirklich ist. Christen werden als Kinder des Lichts bezeichnet und können Gottes Licht zu den Menschen bringen.

Kennst du die Aktion „Friedenslicht aus Betlehem“? Finde heraus, worum es dabei geht.

1 Mose 1,3; Psalm 27,1; Jesaja 9,1; Matthäus 5,14; Johannes 1,4-9; Johannes 8,12; 1 Thessalonicher 5,4-6

Macht

Fähigkeit, seine Absichten durchzusetzen

In der Bibel meint Macht besonders die Herrschermacht Gottes und die Macht von Jesus Christus. Diese Macht zeigt sich in Gottes Schöpferkraft und in der Fähigkeit, Wunder zu tun. Jesus ist mächtig, weil Gott ihm alle Macht gegeben hat. Aber auch den Menschen wird Macht verliehen: z. B. Macht, über die Schöpfung zu herrschen.

Finde heraus, wie Menschen auf Gottes Macht reagieren.

Matthäus 28,18; Johannes 17,2; Psalm 62,12; Psalm 77,15-21; 105,1-5; 1 Mose 1,1–2,4; Markus 2,1-12

Mensch

(hebräisch „Adam“ = der Erdgeborene, von „Adama“ = Erde) Geschöpf Gottes

Der Mensch wird als Gottes Ebenbild geschaffen. Das unterscheidet ihn von den Tieren. Er steht in besonderer Beziehung zu Gott. Der Mensch hat besondere Fähigkeiten und Verantwortung. Immer wieder missachten die Menschen diese einzigartige Beziehung zu Gott und werden ihrer Verantwortung nicht gerecht. Sie wollen sein wie Gott. Dadurch entfernt sich der Mensch von Gott und von seinen Mitmenschen. Das meint das Wort „Sünde“.Gott wird selber Mensch in Jesus Christus. Er überwindet so die Trennung durch seine liebende Nähe. Durch Jesus lernt der Mensch Gott als einen liebenden Vater kennen. Der Mensch soll ganz neu werden und im Vertrauen auf Gott wirklich als Ebenbild Gottes leben können. Jesus zeigt uns, dass Gott wie ein Vater zu uns ist und wir als Kinder Gottes leben dürfen.

Wissenswert: Ein Mensch besteht aus viel Wasser, zudem Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, etwas Calcium, ein bisschen Schwefel und noch ein paar anderen Stoffen. Alles das kann man in einer normalen Apotheke kaufen. Zusammen aber bilden diese Stoffe das Wunder des Lebens.

1 Mose 1; 1 Mose 2; 1 Mose 3; Psalm 8; Psalm 139; Johannes 3,16; 2 Korinther 4,4; 2 Korinther 5,17; Kolosser 1,15; Galater 3,25-29; Epheser 5; 1 Johannes 3,1

Mose

Info

Name: Mose („Herausgezogener“)

Eltern: Amram und Jochebed

Geboren: zu der Zeit, als der ägyptische Herrscher Pharao alle neugeborenen hebräischen Jungen in den Nil werfen lässt

Geburtsort: Ägypten, in der Provinz Goschen

Sterbeort: auf dem Berg Nebo im Land Moab

Nationalität: Israelit aus dem Stamm Levi

Arbeit: Anführer der Israeliten

 

Das Leben von Mose

  • Nach seiner Geburt verstecken ihn seine Eltern drei Monate lang (2 Mose 2,2). Danach wird er in einem Schilfkörbchen ausgesetzt. Die Tochter des Pharao findet ihn und nimmt ihn wie einen Sohn bei sich auf (2 Mose 2,3-10).
  • Mose flieht wegen eines Mordes, den er begangen hat, nach Midian (2 Mose 2,11-15). Er lebt als Viehhirte im Land Midian bei dem Priester Jitro (Reguël), heiratet dessen Tochter Zippora und bekommt einen Sohn Gerschom(2 Mose 2, 16-21).
  • Gott begegnet Mose am Berg Horeb in einem brennenden Dornbusch und beauftragt ihn, das Volk Israel aus Ägypten herauszuführen (2 Mose 3,1-12). Der Pharao ist starrsinnig und will das Volk nicht gehen lassen (2 Mose 5,1-5). Plagen brechen über die Ägypter herein (2 Mose 7,14-24; 8,1-20; 9,1-26; 10,12-23; 12,29-30). Schließlich führt Mose das Volk aus Ägypten in die Freiheit (2 Mose 12).
  • Mose begegnet Gott auf dem Berg Sinai (2 Mose 19) und empfängt die Zehn Gebote (2 Mose 20).
  • Das Volk lehnt sich gegen Gott und Mose auf, als die Kundschafter aus Kanaan zurückkehren. Es folgen 40 Jahre Wanderung in der Wüste (4 Mose 13–14).
  • An der Quelle Meriba vertraut Mose Gott nicht (4 Mose 20), deshalb darf er nicht in das Land Kanaan einziehen. Gott zeigt Mose am Ende von dessen Leben vom Berg Nebo im Land Moab aus das versprochene Land. Als er stirbt, begräbt Gott ihn selbst. Josua wird Nachfolger von Mose (5 Mose 34).

Wissenswert: Mose zerschmetterte aus Zorn über den Ungehorsam des Volkes Israel die Steintafeln mit den Zehn Geboten und musste später neue Tafeln von Gott bekommen (2 Mose 32,15-24) 

Opfer

(abgeleitet vom Lateinischen: ob = entgegen, ferre = bringen)eine Gabe, die Gott (oder Göttern) dargebracht wird

In Israel (und in vielen anderen Völkern) opfern die Menschen Schmuck, Waffen, Gefäße, Speisen oder Tiere. Die Opfertiere (Rinder, Schafe, Ziegen und Tauben) müssen gesund und fehlerlos sein. Es gibt verschiedene Anlässe für ein Opfer wie zum Beispiel Dankbarkeit, Bitte um Frieden oder Bitte um Vergebung von Schuld. Auch unterschiedliche Opferarten gibt es: Tieropfer, Speiseopfer, Trankopfer Schlachtopfer, Brandopfer und Räucheropfer. Meistens wird an einem Heiligtum geopfert und ein Priester übernimmt den wichtigsten religiösen Teil der Opferhandlung. Dazu hat Gott genaue Regeln festgelegt.

Wissenswert: Es gibt sogar regelmäßige tägliche Opfer, die morgens und abends stattfinden.

3 Mose 4, 3-12; 2 Mose 29,38-45

 

Sabbat

Ruhejahr für die Felder und Äcker

Nachdem das Volk Israel im Land Kanaan angekommen ist, sagt Gott den Israeliten, dass sie in jedem siebten Jahr auf den Feldern und Weinbergen nicht säen und pflanzen und auch nichts ernten dürfen. Das ganze Land soll ruhen. Nur das, was von alleine wächst, ist Nahrung für Menschen und Tiere.

Finde heraus, was Gott tat, damit niemand im Sabbatjahr hungern musste.

3 Mose 25,1-7; 3 Mose 25,20-22

Schöpfung

das, was Gott geschaffen hat

Am Anfang der Bibel wird beschrieben, wie Gott die Welt erschafft. An sechs Tagen lässt Gott nacheinander Licht, Tag und Nacht, das Himmelsgewölbe, Land, Meer und Pflanzen, Sonne, Mond und Sterne, Vögel und Wassertiere, Landtiere und schließlich den Menschen entstehen. Weil Gott die Welt erschaffen hat, nennt man ihn auch den Schöpfer.

Wissenswert: Christen bemühen sich bis heute um die „Bewahrung der Schöpfung“, weil Gott den Auftrag gegeben hat, die Welt zu schützen.

1 Mose 1,1-31

Schuld

so leben, als ob Gott nicht da wäre, handeln gegen Gottes Willen, Gegensatz von Umschuld

Gott möchte in enger Gemeinschaft mit dem Menschen leben. Doch der Mensch nutzt die Freiheit, die Gott ihm schenkt, um sich gegen Gott zu stellen: Er nimmt sich selbst wichtiger als alles andere. Das führt z. B. dazu, dass er Gott und den Menschen nicht die notwendige Liebe erweist. Die Bibel nennt ein solches Verhalten „Schuld“. In manchen Bibelübersetzungen wird auch der Begriff „Sünde“ benutzt. Beide Begriffe liegen nah beieinander. Wichtig ist: Der Mensch kann aus eigener Kraft nichts dafür tun, dass seine Fehler wieder in Ordnung kommen. Die Gute Nachricht ist: Genau deshalb ist Jesus Christus am Kreuz gestorben. Er hat alle Schuld dieser Welt am Kreuz getragen.

Wissenswert: Wer Gott um Vergebung bittet, wird von seiner Schuld befreit.

1 Mose 3,1-24; Apostelgeschichte 2,37-39; Kolosser 2,14

Tod

Menschen sterben. Das heißt, sie hören auf zu atmen, zu leben und sind tot. Freunde und Familienangehörige nehmen Abschied und trauern. Vom Umgang mit Verstorbenen finden wir Hinweise in biblischen Erzählungen (Umgang mit den Toten: Totenkult) genauso wie von den Gefühlen, die ihren Ausdruck, Zeit und Orte finden (Trauer, Trauerrituale, Trauergebärden: Trauerkultur). Der Tod führt zu Fragen: Warum? Warum müssen Menschen sterben? Warum lässt Gott Leid und Tod zu? Was folgt dem Tod und wohin kommen die Toten? Werden sich Tote und Lebendige wiedersehen? Lieder, Klagen, Träume und Gebete in den biblischen Texten erzählen in Bildern von Trost, Zukunft mit Gott und der Hoffnung auf Ewiges Leben. Menschen stimmen ein in den Psalm 23: „ ... in deinem Haus bleibe ich immerdar.“ Psalm 23

Umgang mit den Toten

Wenn ein Mensch stirbt, dann wird bei dem Toten Wache gehalten. Nach dem letzten Atemzug verändert sich der Körper, das braucht Zeit. Wer die Totenwache hält, der beobachtet, dass der Körper kalt wird, Leichenflecken bekommt, starr wird. Dies alles sind Zeichen für den tatsächlichen Tod. Toten wird die sogenannte letzte Ehre erwiesen. Die Körper werden gewaschen, geölt, mit einer Salbe (Aloë) einbalsamiert, in Tücher gewickelt und bestattet. Dies ist so wichtig, dass Rizpa, die Frau von König Saul, mit großer Beharrlichkeit für das Recht auf die Bestattung ihrer Söhne und Enkel eintritt. Höhlen dienen als Grabstätten. In der Steppe werden die Toten mit Erde oder Steinen bedeckt, um vor wilden Tieren geschützt zu sein. Außerdem ist der Ort dadurch als Grabstätte erkennbar. 2 Samuel 21,10-14

Trauer

Trauern ist das, was man tut, um seine Traurigkeit sichtbar zu machen. Zur Zeit der Bibel gibt es dafür übliche Handlungen, die wie Rituale sind. Trauern geschieht in aller Öffentlichkeit und gehört zum alltäglichen Leben dazu. Das sieht man auch daran, dass Kinder „Begräbnis“ und „Totenklage“ nachspielen. Die öffentliche Trauerzeit dauert mehrere Tage oder sogar Wochen. Das heißt aber nicht, dass die Menschen danach nicht mehr traurig sind. Matthäus 11,17

Trauerrituale und Trauergebärden

Die Trauer wird zum Beispiel in Klagefeiern sichtbar gemacht. Diese werden im Trauerhaus abgehalten. Das ist das Haus, in dem der tote Mensch liegt. Zur Zeit des Alten Testaments sind dies Trauerzelte. Bei der Klagefeier werden Klagelieder über den Verstorbenen gesungen. Flötenspieler sorgen für Musik. Manchmal werden Klageleute (meistens Frauen) gemietet, die mit Klageliedern den Toten betrauern. Geklagt wird auch mit lauten Schreien, Rufen, kläglichem Jammern und lautem Weinen. Trauernde Menschen tragen manchmal einen Trauerschurz. Dies ist ein Tuch, das um die Hüften geschlungen wird. Bis auf dieses Tuch ist der Mensch nackt, legt alle Kleidung und allen Schmuck ab. Menschen, die trauern, verzichten auch auf Nahrung. Als Zeichen für ihre Trauer setzen sie sich in die Asche und streuen sich Staub auf den Kopf. Sie verhüllen ihren Mund, schneiden sich die Kopfhaare ab, schlagen sich auf die Brust und zerreißen ihre Kleidung. Diese Trauergebärden verleihen der Traurigkeit eine sichtbare Form. Es wird erwähnt, dass trauernde Menschen den Trauerbecher und das Trauerbrot gereicht bekommen.

1Mose 23,2; 2 Samuel 1,17-27; Lukas 23,27; Matthäus 9,18-26; 1 Mose 27,41; Jesaja 25,6-9

Totenbeschwörer/Totenbeschwörerei

besondere Form der Wahrsagerei

Durch Menschen, die „Herr“ oder „Herrin eines Totengeistes“ genannt werden, werden Tote angerufen. Die Beschwörung geschieht durch das Murmeln von Zaubersprüchen in den Gräbern der Toten, die gerufen werden sollen. Die Toten werden nach zukünftigen Dingen befragt und antworten in gedämpftem, flüsterndem Ton. König Saul lässt eine Totenbeschwörerin den toten Propheten Samuel über den Ausgang eines bevorstehenden Kampfes fragen. Die Totenbeschwörerei ist den Israeliten durch Gott verboten und Totenbeschwörer sollen ausgerottet werden.

1 Chronik 10,13; 1 Samuel 28,4-25

Volk Israel

Info

Name: Israeliten (= „Gottesstreiter“ oder „Gott streitet für sein Volk“), Name für die Mitglieder der zwölf Stämme, die von Jakob abstammen

Die zwölf Stämme Israels: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Sebulon, Issachar, Dan, Gad, Ascher, Naftali, Josef, Benjamin

Das Volk Gottes

  • Jakob bekommt nach seinem Kampf am Jabbok von Gott den Namen „Israel“ („Gottesstreiter“ oder „Gott herrscht“). Seine Nachkommen heißen deshalb auch „Kinder Israel“ in der Bibel (1 Mose 32,23-33).
  • Ihre Geschichte beginnt mit Jakobs Großeltern Abraham und Sara. Sie wandern aus ihrer Heimat aus, weil Gott ihnen zahlreiche Nachkommen verheißt und ihnen verspricht, sie ins Gelobte Land führen (1 Mose 12,1-9).
  • Gott befreit die Israeliten aus der Knechtschaft in Ägypten und führt sie 40 Jahre als Nomaden durch die Wüste. Er schließt mit ihnen einen Bund am Sinai und erklärt sie zu seinem auserwählten Volk. Die Israeliten versprechen, sich an Gottes Gebote und Regeln zu halten (2 Mose 12,31- 42; 2 Mose 20,1-17).
  • Das Volk Israel besiedelt schließlich das Land Kanaan. Die ersten drei Könige der Israeliten sind Saul, David und dessen Sohn Salomo (Josua 11,16-23; 1 Samuel 10,17-27; 2 Samuel 5,1-5; 1 Könige 1,32-40).
  • Später kommt es in Israel zur Spaltung in ein Nord- und Südreich (Israel und Juda) und zum Kampf gegeneinander. Während dieser Zeit treten immer wieder Propheten auf, die die Israeliten bzw. Juden zur Umkehr und zum Vertrauen auf Gott aufrufen. Die Israeliten des Nordreichs werden 722 v. Chr. von den Assyrern besiegt und verschleppt. Auch das Königreich Juda gerät unter wechselnde Herrschaften (2 Könige 17,7-23; 2 Könige 24,8–25,21).
  • Als sich die Juden unter römischer Besatzung befinden, wird Jesus in Betlehem als Jude geboren (Lukas 2,1-20).
  • Im weiteren Verlauf der Geschichte werden die Juden fast völlig aus ihrem Land verbannt und in alle Länder der Erde verstreut. Erst 1948 kommt es wieder zur Gründung des Staates Israel.

Wissenswert: Gott hat sich mit den Israeliten das kleinste Volk unter den damals lebenden Völkern ausgewählt.

Weg

eine kleine Straße oder ein Symbol für die Lebenszeit

In der Bibel wird das Leben der Menschen auch mit einem Weg verglichen. Gott kennt diesen Weg und weiß um Berge und Täler, also um schöne Erlebnisse und gefährliche Stellen. Er will den Menschen auf seinem Lebensweg begleiten. Jesus sagt von sich: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zum Vater gibt es nicht.“ (GNB)

Finde heraus, was Gott jedem Menschen an die Hand gegeben hat.

Psalm 91,11-13; Psalm 119,105; Johannes 14,6

Welt

geschaffener Lebensraum für alle Lebewesen

Zur Welt gehört alles, was Gott zu einem geordneten Lebensraum für seine Geschöpfe geschaffen hat. Menschen können mit ihren Sinnen die sichtbare Welt wahrnehmen. Christen glauben, dass zu dieser Welt auch Unsichtbares gehört: Gott, der Heilige Geist, Wunder. In der Bibel steht, dass Gottes Reich schon in dieser Welt sichtbar wird.

Finde heraus, wodurch sichtbar wird, dass Gott sein Reich in dieser Welt baut.

Matthäus 11,2-6; Matthäus 28,18-20; Markus 1,14-15

Wort

sinnvoll zusammengefügte Buchstaben

Gesprochene oder geschriebene Worte sind eine Grundlage für die Weitergabe von Inhalten. Wenn Gott spricht, zeigt er damit, wer er ist und was er will. Die ganze Macht Gottes steckt in seinem Wort. Was er sagt, geschieht. Was er verspricht, trifft ein. Dieses Wort lässt er auch durch die Propheten sagen. Im Neuen Testament ist Jesus selbst wie ein Wort Gottes, das Mensch geworden ist. Die Bibel ist Gottes Wort für alle Menschen.

Finde heraus, was durch das erste gesprochene Wort Gottes geschah.

1 Mose 1,3; Psalm 33,9; Jeremia 23,29; Jesaja 40,8; Johannes 1,14; Apostelgeschichte 6,7

Zehn Gebote

Gottes Anweisungen für das Volk Israel, die das Leben mit Gott und untereinander regeln

Die Zehn Gebote sind der wichtigste Teil des Bundes, den Gott mit den Israeliten schließt. Sie regeln das Leben in Verbindung mit Gott und mit den Mitmenschen. Nachdem das israelitische Volk aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit worden ist, steigt Mose auf den Berg Sinai. Dort bekommt er von Gott auf Steintafeln die „Zehn Gebote“ überreicht. Daran soll sich das Volk von nun an halten. Die Zehn Gebote sind so wichtig, dass sie die Grundlage für viele Gesetze bilden, die heute gültig sind. Aus dem Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland:

§ 211. Mord

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

(2) Mörder ist, wer

- aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,

- heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder

- um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.

§ 242. Diebstahl

(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 154. Meineid

(1) Wer vor Gericht oder vor einer anderen zur Abnahme von Eiden zuständigen Stelle falsch schwört, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

 

Manchmal werden die Zehn Gebote unterschiedlich gezählt. Deshalb findest du in der Bibel manchmal zwei Zahlen vor dem Gebot.

Stimmt es, dass Gott die Zehn Gebote mit seinen Fingern geschrieben hat?

2 Mose 20,1-17; 2 Mose 31,18; 2 Mose 32,15-19

Zeuge

Person, die berichtet, was sie gesehen oder gehört hat

Ein Zeuge muss immer die Wahrheit sagen. Er wird zum Beispiel vor Gericht gebraucht, wenn zwei Menschen sich streiten. Ein Zeuge bestätigt auch den Abschluss eines Vertrages. Paulus soll ein Zeuge von Jesus sein und alles erzählen, was er mit ihm erlebt hat.

Finde heraus, was mit einem Zeugen geschah, der mit Absicht gelogen hatte.

1 Mose 31,50; 5 Mose 19,16-19; Markus 14,55-56.63; Apostelgeschichte 22,15